Dokumentation schafft Klarheit
Führen Sie ein sachliches Ereignisprotokoll: Datum, Uhrzeit, Ort, Wortlaut oder Handlung, Beteiligte, Zeugen und unmittelbare Folgen. Bewahren Sie zulässige Unterlagen und Kommunikation geordnet auf. Heimliche Aufnahmen können rechtliche Risiken schaffen und sollten nicht ohne Beratung angefertigt werden.
Interne und externe Schritte abwägen
Je nach Situation können Führungskraft, Personalabteilung, Beschwerdestelle, Betriebsrat oder Schwerbehindertenvertretung einbezogen werden. Daneben kommen arbeitsrechtliche Ansprüche in Betracht. Welcher Schritt sinnvoll ist, hängt auch davon ab, ob das Arbeitsverhältnis stabilisiert oder beendet werden soll.
Gesundheit zuerst
Bei gesundheitlicher Belastung sollte medizinische Unterstützung unabhängig von der rechtlichen Klärung in Anspruch genommen werden. Rechtliche Beratung kann die arbeitsbezogenen Optionen sortieren, ersetzt aber keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Häufige Fragen
Was gilt rechtlich als Mobbing?
Nicht jede Unhöflichkeit oder einzelne Auseinandersetzung ist Mobbing. Entscheidend ist eine Gesamtbetrachtung konkreter, wiederholter Vorgänge und ihrer Einordnung.
Wie sichere ich Beweise?
Ein zeitnahes, sachliches Protokoll, E-Mails, zulässige Unterlagen und benennbare Zeugen können wichtig sein. Vermeiden Sie eigenmächtige Methoden, die selbst rechtswidrig sein könnten.
Welche Fristen gelten bei Diskriminierung?
§ 15 Abs. 4 AGG sieht grundsätzlich eine schriftliche Geltendmachung innerhalb von zwei Monaten vor. Daneben können weitere Fristen gelten.